Schweiß, Schmerzen und Spaß bei erlebnispädagogischer Wanderung

15. November 2016

Hückelhoven-Kleingladbach/Brüggen. Erlebnispädagogische Aktivitäten sind erfahrungsgemäß oft mit Schweiß, Schmerzen und machmal sogar auch Tränen verbunden. – Das weiß jeder, der schon einmal eine erlebnispädagogische Maßnahme durchgeführt oder betreut hat.

Zwei Mitarbeiter der WG Phoenix der ViaNobis – Die Jugendhilfe | Schloss Dilborn hatten sich für die diesjährigen Herbstferien eine Freizeitgestaltung ausgedacht und vorbereitet, die es so in der Wohngruppe für Jungen und Mädchen mit Entwicklungs-, Verhaltens- und Beziehungsstörungen noch nie gegeben hatte: eine dreitäggige Wanderung mit teils schwerem Gepäck auf dem Rücken und ohne Handy in der Tasche.

„Unsere Tour startete am ersten Tag direkt mal mit Regen“, erzählt Dirk Bregulla, der die erlebnispädagogische Maßnahme zusammen mit seiner Kollegin Melanie Zierold geplant hatte. „Später wurde das Wetter dann aber besser und wir schafften die für den Tag vorgesehene Etappe von Kleingladbach ins Mönchengladbacher Wilhelm-Kliewer-Haus gut gelaunt, aber auch müde.“

Am nächsten Tag war das Etappenziel von Mönchengladbach aus die Jugendherberge in Brüggen. Den dritten und letzten Teil der Wanderung bildete der abschließende Rückweg von Brüggen aus zurück nach Kleingladbach. 

„Insgesamt schleppten alle Beteiligten ihr Gepäck über circa 50 Kilometer“, fassen die Mitarbeiter die drei Tage stolz zusammen. „Und das vor allen Dingen ganz ohne Handys!“ Diese hatten die Jugendlichen nämlich vor der Wanderung alle abgegeben. „So wollten wir den in der heutigen Zeit doch übermäßigen Medienkonsum bewusst für diese gemeinsame Zeit einschränken“, erzählt Melanie Zierold.

„Vor dem Hintergrund, dass in den Wochen zuvor einige neue Bewohner in die Gruppe gekommen waren, hatten wir die Möglichkeit, uns alle während dieser drei intensiven Tage besser kennenzulernen. Darüber hinaus erfuhren die Jugendlichen, aber auch wir Betreuer, eigene Fähigkeiten und Grenzen in ganz besonderer Weise“, erläutert Dirk Bregulla. „Unser Fazit: Wir haben es alle geschafft! Wir liefen zusammen und halfen uns gegenseitig, wir spielten gemeinsam und hatten Spaß. Wir redeten viel miteinander und genossen die wohlverdienten Pausen auch manchmal schweigsam. Nicht zuletzt teilten wir auch die Schmerzen an unseren Füßen kollektiv.“

Für die erlebnispädagogische Maßnahme im nächsten Jahr planen die Jugendlichen und Mitarbeiter der WG Phoenix eine Fahrradtour.

 

 


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