Zwischen Wonne und Wolken

29. Juli 2020

Gangelt. Von einer Ferienfahrt dreier Bewohnerinnen des Wohnbereich Josef berichtet ein Kollege des Katharina Kasper-Heims:

Auf die Plätze, fertig, los! Entgegen aller Erwartungen konnte die lang ersehnte Ferienfahrt in einen niederländischen Ferienpark letztendlich doch noch stattfinden. Nicht nur die drei Bewohnerinnen des Wohnbereiches Josef freuten sich riesig, auch wir als begleitende Mitarbeiter waren gespannt auf die bevorstehenden Tage in der nahegelegenen Ferienanlage. In Anbetracht der aktuellen Situation befassten wir uns vor der Abreise umfassend mit den Hygieneregeln der Niederlande. 

Die Tage im Ferienort flogen dann förmlich vorüber. Auch wenn sich Petrus‘ Pläne von den unseren unterschieden – es regnete in Hülle und Fülle – machten wir das Beste daraus. Neben den gemeinsamen Mahlzeiten sangen, malten, lachten und tanzten wir. Das brachte zum Teil nicht nur uns Mitarbeiter zum Schwitzen, sondern weckte darüber hinaus ungeahnte Potenziale der Bewohnerinnen, die sich mit Spaß an den Aktionen beteiligten. Ein Videoabend mit der Eiskönigin oder eine durch den Park organisierte Quiznight im eigenen Bungalow schufen für den abendlichen Ausklang eine angenehme Atmosphäre. 

Ein Highlight des Ausfluges war sicherlich der Besuch eines Streicheltiergehege. Nach anfänglicher Skepsis wurden Zicklein und Hühner gebührend begrüßt, gestreichelt und geknuddelt. Auch die Ziegen waren sehr interessiert – nicht sonderlich an den Menschen, dafür aber an den fahrbaren Untersätzen der Bewohnerinnen, die sie mit großer Leidenschaft anknabbern wollten. Neben der Annäherung zwischen Mensch und Tier bot sich der Tag für eine Expedition ins nahegelegene Valkenswaard an. Mit der Sonne im Gesicht und einem wohlig-warmen Windzug erkundeten wir nicht nur die Straßen und Gassen des Ortes, sondern stöberten auch in den schönen kleinen Boutiquen. Dabei landeten ausgewählte Kleidungsstücke, kunstvolle Schmuckartikel und einige stilvolle Souvenirs in den Einkaufstüten der drei Damen.

Noch am selben Abend stand ein Livekonzert im Ferienpark auf dem Plan, welches mit ausreichendem Abstand in der Nähe der Ferienwohnung aufgeführt wurde. Aufgrund eines plötzlich eintretenden Regenschauers mussten wir die Veranstaltung dann leider fluchtartig verlassen. Doch was wäre ein Leben ohne Alternativen? Unter dem Motto „The show must go on“ verlegten wir den musikalischen Abend kurzerhand in unser eigenes Domizil. Auch wenn unsere Stimmen bei weitem nicht an den goldkelchenhaften Klang der Künstler heranreichten, machte es doppelt so viel Freude. 

Der Freitag stand im Zeichen des Aufbruchs. Ein letztes gemeinsames Frühstück bot Raum, nochmals auf die vergangenen Tage zurück zu blicken. Wir waren uns alle einig, dass es ein zauberhaft schönes Unterfangen war und eine wohltuende Abwechslung in der aktuell vorherrschenden Zeit der Coronapandemie. Schon jetzt freuen wir uns alle gemeinsam auf die nächste Ferienfreizeit. 

Robert Thönneßen

Bildunterschrift:
Die drei Bewohnerinnen des Katharina Kasper-Heims genossen die Ferienfahrt in vollen Zügen.

Das Katharina Kasper-Heim gliedert sich in:

  • ein Altenheim mit gerontopsychiatrischem Schwerpunkt (1 Wohnbereich, 33 Plätze, 25 Einzelund vier Doppelzimmer
  • eine Wohn- und Pflegeeinrichtung für ältere Menschen mit Behinderung (2 Wohnbereiche, 60 Plätze, 40 Einzel- und 10 Doppelzimmer). 


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