Selbstbestimmung am Lebensende

14. Februar 2020

Gangelt. „Wie stelle ich mir mein Lebensende vor?“ Mit dieser Frage sollte sich jeder früher oder später beschäftigen – selbstverständlich auch Bewohner von Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Wie das in der Praxis aussieht, diesem Thema widmete sich der diesjährige Neujahrsempfang des Katharina Kasper-Heims.

„Sorge-Gespräche – Über Bedürfnisse, Behandlungswünsche und Selbstbestimmung am Lebensende.“ – so lautete der Titel der Veranstaltung, zu der Josef Aretz, Einrichtungsleiter der Senioreneinrichtung, mehr als 50 Gäste in Gangelt begrüßen konnte. Unter ihnen waren Ortsvorsteher Gerd Schütz, Ärzte aus der Gemeinde, gesetzliche Betreuer, Mitarbeiter und andere Interessierte. Sie alle ließen sich von den Referenten Judith Anlauf, Diplom-Pädagogin und Palliative-Care-Fachkraft, Helmut Laurs, examinierter Altenpfleger und Gesundheitlicher Versorgungsplaner nach § 132g SGB V sowie Diakon Thomas Hoff, Ordensvertreter in der Katharina Kasper ViaNobis GmbH, darüber informieren, wie das neue Angebot der Gesundheitlichen Versorgungsplanung nach § 132g SGB V in der ViaNobis umgesetzt wird.

Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe können gesetzlich Versicherten kassenfinanzierte Beratungen durch speziell geschulte und zertifizierte Gesprächsbegleiter anbieten. Die Gesundheitlichen Versorgungsplanung ist ein Prozess, bei dem ein Bewohner im Austausch mit Behandelnden, Angehörigen und wichtigen anderen Bezugspersonen Entscheidungen zu seiner künftigen medizinischen Behandlung und Pflege, der psychosozialen Betreuung und spirituellen Begleitung treffen kann.

Die ViaNobis hat zu diesem Thema bereits vor mehr als eineinhalb Jahren Verträge mit den Krankenkassen geschlossen. Unter der Leitung von Diakon Thomas Hoff kümmert sich Helmut Laurs darum, dass die Bewohner des Katharina Kasper-Heims und der Eingliederungshilfe sich mit Unterstützung Gedanken zu ihrem Leben bis zum Tod machen. Damit dies auch bei Bewohnern möglich ist, die sich nicht (mehr) in Worten ausdrücken können, unternehmen die Verantwortlichen vielfältige Anstrengungen: So werden beispielsweise Mitbewohner, Betreuer oder andere langjährige Weggefährten zu den Vorlieben oder Wünschen der jeweiligen Bewohner befragt. Einige Bewohnerinnen gaben den Gästen „live“ einen Einblick in die eindrucksvollen Ergebnisse ihrer Beratungsprozesse.

 

Fotos: Karina Wasch

Bildunterschrift: Gesundheitliche Versorgungsplanung: Bewohner der ViaNobis können in Beratungsgesprächen festlegen, wie ihr Lebensende gestaltet werden soll.

 



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