150 Jahre Dernbacher in Hehn

29. Mai 2019

Hehn. Bereits seit 150 Jahren, seit 1869, wirken Schwestern des Ordens der Armen Dienstmägde Jesu Christi in Hehn und Umgebung.

Dieses besondere Jubiläum feierte das Wohn- und Pflegezentrum Hehn mit einem Festgottesdienst im Freien. Auch das zwischenzeitlich weniger schön gemeldete Wetter spielte mit und so schritt zu Musik des Werksorchester Schlafhorst und begleitet von Sonnenstrahlen eine lange Prozession auf den feierlich geschmückten Altar im Park der Senioreneinrichtung zu. 

Angeführt von zahlreichen Messdienern sowie Vertretern der St. Michaels-Bruderschaft 1860 Hehn und der St. Christophorus Bruderschaft Dorthausen, zogen Diakon Thomas Hoff, Ordensvertreter der ViaNobis, Diakon Winfried Rehbein, Pfarrer Harald Josephs und Bischof Dr. Helmut Dieser durch den Mittelgang ein. Auch die anwesenden Dernbacher Schwestern fanden in dieser Prozession zwischen den vielen von den Gästen besetzten Stuhl- und Bankreihen selbstverständlich ihren Platz.

Bevor der Jubiläums-Gottesdienst begann, begrüßte Martin Minten, Geschäftsführer der ViaNobis, zu der das Wohn- und Pflegezentrum Hehn gehört, die anwesenden Gäste. Unter ihnen befanden sich Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, Bezirksvorsteher Arno Oellers, Dr. Günter Krings, Parlamentarischer Staatssekretär und Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen im Deutschen Bundestag sowie viele Bewohner aus Hehns, Bewohner der Senioreneinrichtung, Angehörige und Mitarbeiter. Letzteren dankte Minten für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Senioren, die in der Einrichtung leben.

Die enge Verbundenheit zwischen der Pfarr- und Zivilgemeinde Hehns und der Einrichtung lobte Pfarrer Harald Josephs in seiner Begrüßung. Als die Pfarrkirche beispielsweise wegen eines Sturmschadens renoviert werden musste, sei es selbstverständlich gewesen, dass die Gottesdienste in der Kapelle der Einrichtung gehalten würden. Auch die beiden in der Senioreneinrichtung lebenden und tätigen Dernbacher Schwestern, Sr. Goretti und Sr. Reina, seien im Ort Hehn bekannt und sehr geschätzt.

Wie schon Geschäftsführer Minten und Pfarrer Josephs zuvor, ging auch Bischof Dr. Helmut Dieser auf die Heilige Maria Katharina Kasper ein. Sie hätte am Tag des Jubiläums ihren 199. Geburtstag gefeiert. Als arme Bauerntochter war Katharina Kasper im Jahr 1820 im Westerwald geboren. 1851 gründete sie den Orden der Armen Dienstmägde Jesu Christi, um die sozialen Nöte der Menschen zu lindern. Sie starb im Jahr 1898 und wurde am 14. Oktober 2018 in Rom von Papst Franziskus heiliggesprochen. Den Leitsatz Katharina Kaspers „Worte bewegen, Beispiele reißen fort.“ habe die Heilige stets befolgt. Mit ihrer mitreißenden Kraft habe sie es erreicht, dass sich ihr viele hunderte Schwestern weltweit anschlossen.

Nach dem Gottesdienst gratulierte auch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners zu dem besonderen Jubiläum und betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit des Wohn- und Pflegezentrums für die Gemeinde Hehn. Mit dem Altenheim St. Maria, der Wohnanlage Zum Alten Kloster, der Tagespflege St. Maria in Hehn, der Tagespflege in Odenkirchen, dem Mittagstisch und dem angebundenen Ambulanten Pflegedienst Paramus sei die Einrichtung zentraler Bestandteil des Ortes.

Bevor der offizielle Teil endete, hatte noch Josef Aretz das letzte Wort. Der Einrichtungsleiter des Wohn- und Pflegezentrums dankte allen Anwesenden für Ihr Kommen und den Hehner Gästen im Besonderen: „Die Hehner haben mit uns das heutige Fest vorbereitet und feiern unser Jubiläum mit uns. Sie sprechen über unsere Einrichtung als ihre Einrichtung – und sie haben Recht: Es ist auch ihre Einrichtung, denn viele unserer Mitarbeiter kommen aus Hehn und der Umgebung. Viele Bürgerinnen und Bürger aus Hehn und Umgebung leben und sterben bei uns.“ Stolz fügte er hinzu: „Eine solche Verbundenheit zwischen einer Ortschaft und einer Einrichtung kenne ich sonst nicht. Darum an dieser Stelle meinen ganz besonderen Dank für das gute Miteinander. Lassen Sie uns alles daran setzen, dass uns dies erhalten bleibt.“

Das von Aretz beschriebene gute Miteinander zeigte sich dann auch sofort nach dem Gottesdienst: Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung und die externen Gäste ließen sich das das Lieblingsgericht Katharina Kaspers, Kartoffelsuppe, schmecken und verbrachten noch einige vergnügliche Stunden im Park des Seniorenzentrums.

Ein Highlight am Rande des Jubiläums

Josef Aretz konnte ein altes Rezeptbuch aus dem Jahr 1910 erwerben. Das Buch stammt von einer jungen Dame, die im Pensionat St. Maria in Hehn gewohnt hat. In diesem Buch sind verschiedene Kochrezepte aufgeführt. Die Gaststätten Haus Heiligenpesch und Hehner Hof  kochen im Mai und Juni aus diesem Kochbuch und nehmen Gerichte daraus auf ihren Speisekarten auf.

 

Bildunterschrift: Josef Aretz, Leiter des Wohn- und Pflegezentrum Hehn, dankte den vielen Gästen für Ihr Kommen.

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